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Sorry, kleines Insulin, oder: warum uns Low-Carb fett, essgestört und krank macht. Teil 1

Final_IconTeil 1: Bulletproof Nonsense

In dieser Artikelserie möchte ich einen der schlimmsten Irrtümer, die derzeit in der Ernährungsszene unterwegs sind, aufklären. Es gibt derzeit einen Mythos – einen gefährlichen Mythos – und sein Name ist Low-Carb. Dieser Mythos ist eng verknüpft mit einer völlig falschen Vorstellung hinsichtlich der Wirkungsweise des Hormons Insulin.

Ja, ich habe es auch geglaubt und ich wünschte, für mich und für andere, ich hätte das, was ich hier schreibe, eher gewusst. Aber leider lernte ich darüber erst im Sommer 2015 etwas, und dann auch nur stückweise. Studie um Studie. Bis die Wahrheit vor mir lag, und der Mythos entkräftet war. Ein Mythos: süß und krankmachend.

Was habe ich zu meiner Entschuldigung vorzubringen? Ärzte! Die Fehlinformation, die ich hier aufklären werde, wird nicht nur von vielen Ärzten geglaubt, sondern sogar von Fachärzten, die sich auf die Behandlung von Diabetes spezialisiert haben.

Einer der angesagtesten Trends in den USA ist derzeit der „Bulletproof“ Coffee. Der Hauptvertreiber dieses Trends ist der Informatiker und Unternehmer David Asprey. www.bulletproofexec.com

Willenskrafttasse

Asprey war, wie er von sich selbst sagt, ein junger, arroganter Millionär und schwer übergewichtig. Er setzte dreihunderttausend Dollar ein, um sein System zu „biohacken“, mit anderen Worten, er bezahlte die teuersten Ärzte und Biologen der Welt, um an Informationen zu kommen. Er nahm mithilfe einer Low-Carb Diät ab und begann dann einen Blog zum Thema „Gesundheit“ zu betreiben. Asprey spricht auf allen wesentlichen Gesundheitskonferenzen in den USA und gilt als einer der angesagtesten „Experten“. Sein Bulletproof-Kaffee ist eine Mixtur aus Kaffee und Butter. Er verquirlt teuren Kaffee mit teurer Butter und verkauft die Idee als Rezept und Mittel, um abzunehmen, bzw. sein Gewicht zu halten. Und warum soll das schlank machen? Weil Fett keine hohe Insulinausschüttung bewirkt und deshalb angeblich nicht gespeichert werden kann. Deshalb nimmt man von Butter im Kaffee angeblich nicht zu.

Alles, was mir dazu noch einfällt, ist die Geschichte von meiner Großmutter. Meine Großmutter lebte in Norddeutschland und dort ist häufig das Wetter schlecht. Es ist kalt und das animiert zu kalorienreicher Ernährung. Außerdem gibt es dort auch viel gute Milch. Und wo es viel gute Milch gibt, gibt es auch viel gute Sahne. Sahne ist die Vorform von Butter. Bevor David Asprey also die teuersten Ärzte der Welt bezahlte, um sich die Erlaubnis zu holen, Butter in den Kaffee zu tun, genoss meine Großmutter ihren Kaffee immer mit Sahne (aber sie war nicht so geschäftstüchtig, es zu vermarkten). Und was soll ich sagen, Freunde? Ihre Lieblingsgröße war Kleidergröße 52.

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Link zur Online Streitbeilegungsplattform (OS-Plattform)

Die EU-Kommission stellt eine Plattform für außergerichtliche Streitschlichtung bereit. Verbrauchern gibt dies künftig die Möglichkeit, Streitigkeiten im Zusammenhang mit ihrer Online-Bestellung zunächst außergerichtlich zu klären. Die Streitbeilegungs-Plattform finden Sie hier: http://ec.europa.eu/consumers/odr/

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

inke@inke-jochims.de